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von Janna Werner
Wer tanzt, erschafft Bilder. Tanzt Catharina Gadelha, sind diese Bilder zwingend. Denn die brasilianische Tänzerin öffnet mit ihren Choreographien einen raum, der nicht häufig ausgefüllt wird: den politischen.
Die Bewegung ist nicht nur körperliche Aktion, der Tanzende übernimmt Verantwortung durch seine Kunst, die hier - oder immer - politisch ist.
Und so widmet die 36-jährige ihre präzise Soloimprovisation dem geschundenen Land Afghanistan . Mit nackten, stammelnden Füßen stottert Gadelha über die Bühne, ihr Körper zuckt vberstörend fremdbestimmt. Diese Bilder zeigen getriebenes Leid, Folter, Verzweiflung. In der Wiederholung liegt das befremdlich Manische, in gadelhas exater Sprache der einzige Trost: dass dieser Schmwerz asugedrückt werden kann.
Dieser Abend auf der Bühne der Tanz- und Theaterwerkstatt gehört der Brasilianerin, die mühelos Räume in Besitz zu nehmen scheint.
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Den einzig wahren Konflikt zeigt Catharina Gadelha mit Eduardo Castro Neves. Dass es ein Mann ist, der mit ihr die “Abstraktionen” der Liebe und des Lebens darstellt. ist dabei nicht zwingend. Auch Christine Lang tanzte schon dieses Stück mit ihr, das von der sinnlichen Spannung zwischen zwei Menschen erzählt, die sich permament abstoßen und anziehen und dabei Exstase und Verletzungen in Kauf nehmen.
Dieses Paar ist nicht glücklich, nur selten gibt es Momente intimer Zweisamkeit, meist beherrscht die Leidenschaft das Geschehen.
Da wirbeln, schlingen und klammern nackte Kräfte, die sich letztendlich vielleicht selbst zerstören. Am Schluss rennen die zwei zusammen auf den Bühnenrand zu, und es scheint, als würfen sie ihre Besessenheit in das Publikum, das fast erschrocken zurückweicht. Tanzt Catharina Gadelha, sind die Bilder zwingend.
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