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Wie Efeu an der Mauer (Teil 2 der Trilogie Körperwidmung)
Frauen als politische Gefangene in Uruguay zu Zeiten der Diktatur haben trotz schmerzvoller Verluste mit Solidarität und schwarzem Humor überlebt. Und genau davon handelt das Tanztheater-Stück "Wie Efeu an der Mauer", das von der in Brasilien geborenen Choreographin Catharina Gadelha geschaffen wurde.
"Wie Efeu an der Mauer" basiert auf dem Buch "Aber wir haben immer auf das Leben gesetzt" von Monika Berberich und Irene Rosenkötter. Darin berichten zwölf Frauen von ihren politischen Aktivitäten, dem Kampf um Befreiung und soziale Gerechtigkeit, von Befreiung, Verhaftung, Todesdrohung, Folter. Diese Erfahrungen stellt Catharina Gadelha in tänzerischer Form dar und trägt dazu bei, daß das Schicksal dieser Frauen nicht in Vergessenheit gerät. Wie politisch kann dabei der Tanz und wie tänzerisch ein politisches Thema sein? Dieser Frage geht Gadelha auf den Grund. Sie macht ihre Interpretationen im Tanz sichtbar und entwickelt eine Ästhetik, die neben der selbstverständlichen Präzision mit Charakter und Verantwortung von Kim Goldblatt-Morales, Ximena Romero und Catharina Gadelha getanzt wird.
"Wie Efeu an der Mauer" wurde 2000 für den 11. Kölner Tanztheaterpreis nominiert.
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