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 Steinbruch
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Photos: Wolfgang Weimer

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STEINBRUCH
(Teil 1 der Trilogie Körperwidmung) 
Ein Stück, inspiriert durch Leben und Werk von Camille Claudel

 

Camille Claudel, Bildhauerin, Geliebte Rodins nannte man sie, Schwester Paul Claudels. Nein! Sie ist Bildhauerin und nichts anderes.
“Eine Auflehnung der Natur, die geniale Frau”, schrieb der Kritiker Mirbeau. Es durfte nicht sein  - und so war sie stets Geliebte, Schwester, Schülerin an der Seite eines großen Mannes.

Heute gilt sie als eine der einflussreichsten Bildhauerinnen aller Zeiten, obwohl nur sehr wenige  Werke von ihr erhalten sind; die meisten hat sie zerstört, verbittert über den geistigen Diebstahl Rodins. Wie sie gelebt hat, wir wissen fast nichts. Ein paar Briefe aus dem Irrenhaus, aus dem sie die letzten 30 Jahre ihres Lebens einfach keiner abholt.

Warum Camille Claudel tanzen? Sie hat es geschafft, menschliche Bewegung in Stein zu hauen. Ihre Skulpturen sind niemals statisch, Momentaufnahmen von heftigster Leidenschaft, von zeitloser Schönheit, die nicht mit Worten auszudrücken ist, vieleicht mit Bewegung.

Catharina Gadelha tanzt nicht Camille Claudel, sondern bringt die künstlerische Inspiration, mit der diese auf Stein gehauen, auf Stein gebissen hat, auf die Bühne.

Mit diesem Solo zeigt Catharina Gadelha tänzerisch und choreographisch hohe Sensibilität. Ihre Bewegungsformen öffnen Seelen, machen Stimmungen transparent und lassen dennoch Raum für weitere Fragen.
“Widerstand, Mut und Lebenslust sind vereinbar”, mit ihrem Tanz regt Catharina Gadelha genau zu derartigen Diskussionen an.

Choreographie / Tanz: Catharina Gadelha

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