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 LEIB
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“LEIB” Ein Politisches Tanztheaterstück

Premiere: Alte Feuerwache, Köln
Frei - So, 4. - 6. November 2005

Es ist eine Form der Meinungsäusserung, der öffentlichen Auseinandersetzung. Tanz ist mitunter die einzige Sprache, um Tabus zu brechen: Ein Kampf gegen Ignoranz und Verdrängung.

Ein Stück über die Tragik des Menschenhandels. Es gibt verschiedene Formen des modernen Menschenhandels. In diesem Stück wird hinter den Vorhang von Ländern geschaut, die bekannt sind für ihre Schönheit, Freude, Lebenslust, ihr Rhythmusgefühl, ihre Wärme und Menschlichkeit. Alles so schön. Doch wer Augen hat zu sehen, sieht Menschen, die verkauft, getauscht und gebraucht werden... Wann fängt der Menschenhandel an, wo hört er auf, hört er überhaupt jemals auf? Was hast Du damit zu tun, wer hat das Zeug zum Sextouristen? Nein... doch nicht Du oder ich... Wie wirklich ist diese Welt voll Freude? Wo steckt die Tragik dieser Freude? Und was haben wir ALLE damit zu Tun? Das Stück möchte sich diesen Fragen provokativ und eindringlich, aber ohne Zeigefinger und ohne Effekthascherei, nähern.

Das Projekt ist eine klare Reaktion und Auseinandersetzung mit einer aktuellen sozialen gesellschaftlichen Problemlage wie dem Menschenhandel. Der Tanz hält sich sehr zurück, wenn es darum geht, politisch und gesellschaftlich kritisch zu sein. Alle Arten der Auseinandersetzung und Stellungnahmen sind wichtig, und der Tanz hat noch den Vorteil, dass er nicht übersetzen werden muss. Hier geht es u.a. darum, einen selten genutzten Raum für die kritische, politische, soziale Auseinandersetzung zu schaffen und den Tanz in diesef Hinsicht zu stärken.

Das Projekt ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem immer wieder aktuellen Phänomen des Menschenhandels. Dadurch soll eine neue Form der Diskussion über dieses Thema und den Tanz eröffnet werden. Eine politische Auseinandersetzung, die im Tanz zu selten zu sehen ist.

Tanz: Lotta Svalberg, Pascal Sani, Mduduzi Nyembe, Tuong Phuong

Musik: Markus Reyhani

Gefördert wird der Stück von der SK Stiftung Kultur/Förderprogramm,  der Kunststiftung NRW und dem Kulturamt der Stadt Köln

 

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